[MCC Köln]

Menschen – Christus – Community

„Später, dann kann es zu spät für mich sein“

Predigt MCC Köln, 30. September 2018
Madeleine Eisfeld

Lukas 12, 13-21 („Gleichnis vom reichen Kornbauer“)

Das ist schon ein starkes Stück. Da hat einer sein ganzes Leben lang gearbeitet, gerackert, sich womöglich nichts gegönnt, um ausreichend für den Ruhestand zu sorgen, und nun das.

„Du Narr!“ Diese Aussage ist hart. Sie schlägt ein wie ein Blitz, sie trifft ins Leben. Aus! Aus und vorbei! Alles umsonst! All die täglichen Plagen und Mühen. All das Geschufte.
Vergebens! Der Tod überrascht den Kornbauern wie ein Dieb in der Nacht.
„Heute noch werde ich dein Leben fordern.“ Spricht Gott. Sie hat das Recht dazu. Schließlich hat sie es gegeben und kann es in Folge dessen jederzeit zurückfordern. Wir Menschen scheinen hilflos dem Schicksal ausgeliefert.
Eine unwiderlegbare Tatsache. Da kann einem angst und bange werden.
Geht es auch anders? Gibt es Rettung? Ich glaube schon.

Zunächst wollen wir folgendes hinterfragen:
Warum erzählt Jesus dieses Gleichnis? Was will er damit zum Ausdruck bringen? Wen spricht er direkt an?
Wir sind gemeint! Wir alle sind der reiche Kornbauer. In jedem und jeder von uns steckt ein Stück dieses Charakters. Der reiche Kornbauer – auf den ersten Blick nur das, was uns fast täglich von verschiedenen Richtungen gepredigt wird: Vorsorge für das Alter treffen, genügend Rücklagen bilden, damit es uns später wohlergehe und wir auch im hohen Alter menschenwürdig leben können. Eine solche Denkweise ist zunächst ganz normal und demzufolge verständlich.
Wir alle sind in der einen oder anderen Art und Weise dazu angehalten, so zu handeln, wie es der reiche Kornbauer tut, wollen wir nicht eines Tages in ein schwarzes Loch fallen.
Warum also in aller Welt kritisiert Jesus dieses Verhalten so scharf?
Wir können unbesorgt sein. Er tut es ja gar nicht. Es ist keine Sünde, etwas Geld auf die hohe Kante zu legen, um für eventuelle schlechte Zeiten ein finanzielles Polster anzulegen.
Jesus meint etwas ganz anderes.

Da wäre zum Beispiel der Geiz. Geiz ist eben nicht geil! Geiz ist eine schlimme Sünde, denn sie zerstört menschliche Gemeinschaft. All jene, die mehr als genug zur Verfügung haben und nicht bereit sind, auch nur ein bisschen von ihrem Überfluss abzugeben. Diejenigen, die prassen und ihren Reichtum zur Schau stellen, während andere hungern oder an Lieblosigkeit zu Grunde gehen. Die könnte Jesus beispielsweise im Auge gehabt haben. Das kommt der Sache schon näher.

Die zentrale Botschaft dieses Gleichnisses geht jedoch in eine völlig andere Richtung. Sie hat die Vergänglichkeit alles Materiellen im Visier. Jesus mahnt uns eindringlich:
Es gibt keine Versicherung gegen den Tod. Das einzig Sichere ist der Tod selbst. Das letzte Hemd hat bekanntlich keine Taschen.
Wir können nichts mitnehmen. Nackt sind wir auf diese Erde gekommen, nackt werden wir sie auch wieder verlassen müssen.
Andere werden die Früchte unserer Arbeit ernten und gut davon leben.
Da gibt es kein Entrinnen. Uns bleibt lediglich die Möglichkeit, schon jetzt mit dem Leben zu beginnen. Das ist Jesu Botschaft. Lebt im hier und jetzt! Feiert die Feste wie sie fallen. Verschieben ist keine Lösung. Rackern und Raffen, schaffe, schaffe, Häusle baue. Zunächst müssen wir die Ärmel nach oben krempeln und ranklotzen, es gibt so unendlich viel zu tun, solange wir noch jung sind, kräftig und gesund. Im Alter, dann werden wir genügend Zeit haben, alles ausgiebig nachzuholen. Ist doch sonnenklar, mit 66 Jahren, da fängt das Leben an, das wusste schon Udo Jürgens. Wer sein Leben schwer gearbeitet und einen echten Wert erschaffen hat, soll den wohlverdienten Ruhestand auch genießen dürfen. So funktioniert Gerechtigkeit.
Möglicherweise für uns. Für Gott gelten hingegen ganz andere Maßstäbe. Gerechtigkeit ist ein relativer Begriff. Ich frage euch ehrlichen Herzens: Wo in dieser Welt gibt es denn so etwas wie Gerechtigkeit? Die Welt ist angefüllt mit Ungerechtigkeiten jedweder Art. Keine Ideologie vermochte bisher daran etwas wirklich tief Greifendes zu ändern. Gäbe es Gerechtigkeit, dann hätte theoretisch jeder Mensch die gleichen Chancen. Wir können uns tagtäglich davon überzeugen, dass dem nicht so ist.

Wie euch vielleicht aufgefallen ist, habe ich hier vor allem die männliche Anrede benutzt.
Ganz bewusst, denn es ist vor allem ein Problem der Männer. Auch wenn ich meine Kindheit und Jugend jenseits des ehemaligen eisernen Vorhangs verbracht habe, dort, wo etwa 90 % aller Frauen berufstätig waren, lag doch auch dort die Hauptverantwortung für die Ernährung der Familie, wie auch im Westen, auf den Schultern der Männer.
Männer fühlen sich im besonderen Maße verantwortlich für eine gute Versorgung der Familie. Etwas zu schaffen, worauf sie mit Stolz blicken können. Ein Eigenheim bauen, mit einem schönen Garten hintendran. Ein gutes Auto, Urlaubsreisen machen können. All das wollen sie ihrer Familien bieten. Aber all das kostet Geld, viel Geld womöglich. Und das möchte erst einmal erwirtschaftet werden.

Ich habe viele von ihnen erlebt in meinen Kindertagen. Sie schonten sich nicht. Volle Leistung auf der Arbeitsstelle, jede Überstunde mitnehmen. Im günstigsten Falle einen Nebenjob. Feierabend? Dieser Begriff war ihnen weitgehend unbekannt, denn kaum zu Hause angekommen ging es weiter. Nicht wenige verbrachten Jahre damit, das Haus wohnlicher zu gestalten. Um- und anzubauen, das Dach aufzustocken, etc., etc… Sie gönnten sich kaum Ruhe, immerhin wollte Mann ja weiterkommen. Abends fielen sie nur noch todmüde ins Bett, und die Familie musste warten. Ein paar Stunden Schlaf, denn pünktlich um 5 Uhr morgens standen sie wieder auf der Schicht.
So ging es Woche für Woche, Monat für Monat, Jahr für Jahr. Ein ganzes Leben im Schweiße ihres Angesichts. Einige konnten wenigstens noch die Ernte einfahren und eine Zeit lang genießen. Anderen hingegen war noch nicht einmal das vergönnt. Am Ende teilten sie das Schicksal des reichen Kornbauern. Ihr Lebenslicht – erloschen. Von einer auf die andere Sekunde. Tod! Aus und vorbei. Übrig blieb ein zartes Seufzen. Ein dürres Blatt, vom Herbstwind vor sich hergetrieben. Staub und Schatten. Ein Name, eingraviert auf einem kalten Grabstein. Abschied ist ein leises Wort.

Selbstverständlich rackerten die Frauen ebenso, zusätzlich zum Job kam natürlich die Hausarbeit mit allem, was dazu gehört, und die Kinder im Besonderen.
Doch diese Predigt habe ich einmal ganz bewusst den Männern gewidmet.

Jesus warnt uns eindringlich vor dieser Lebenseinstellung. Hängt euer Herz nicht an materielle Dinge, auch wenn das natürlich leichter gesagt denn getan ist, schließlich müssen wir ja von irgendetwas leben. Doch wir dürfen das Leben niemals aus den Augen verlieren.
Jegliches zu seiner Zeit.
Es gibt Zeiten, um zu arbeiten, zu kämpfen und um sich zu engagieren. Aber es gibt eben auch Zeiten, um zu genießen, zu lieben und geliebt zu werden.
Tun wir das nicht, betrügen wir uns selbst um das Leben.
Wir alle glauben, unendlich viel Zeit zur Verfügung zu haben, vor allem dann, wenn wir jung sind. Wir können ja später alles nachholen, dann, wenn uns danach ist.
Doch das ist ein Trugschluss. Der Tod fragt nicht nach Lebensjahren.

Die Schweizer Schlagersängerin Monica Morell hat in den 70er Jahren ein sehr nachdenklich stimmendes Lied zu diesem Thema komponiert und gesungen.
Dort geht es um einen, wie wir dem Text entnehmen, Mann, den sie liebt, der immer alles verschieben möchte. Später! So pflegt er stets zu sagen. Und so lautet denn auch der Refrain:

„Später, wann ist das? Hab ich ihn gefragt. Er hat nur gelacht und hat ‚später‘ gesagt.
Obwohl ich ihn liebte, ließ ich ihn allein. Später, dann kann es zu spät für mich sein.“
Und so endet das Lied auch damit, dass sie seine Todesanzeige in der Zeitung liest.

„Nun habe ich es in der Zeitung gelesen. Später, das ist für ihn gestern gewesen.“

Sterben, ohne je gelebt zu haben. Wie viele erleiden dieses Schicksal. Der überwiegende Teil davon ohne eigene Schuld. Weil sie eben keine Chance hatten, weil das Schicksal sie in eine ungünstige Position gesetzt hat. Soziale, intellektuelle, rassische, nationale oder religiöse Zugehörigkeit diktieren auch in der heutigen Welt weitgehend, wie und auf welche Weise wir unser Leben gestalten können. Das Sein bestimmt noch immer das Bewusstsein und nicht umgekehrt.
Da können die Ideologen des „Positiv Denkens“ noch so viel von einem Selbstwertgefühl predigen das es zu entdecken gäbe, wenn mensch denn nur wolle. Diese Ideologie wurde entwickelt, etwa Anfang der 80ger Jahre, um den von den damaligen Machthabern eingeleiteten Sozialabbau in der Gesellschaft zu rechtfertigen. Bei dieser Weltanschauung geht es darum, den Schwarzen Peter stets dem Einzelnen zu zuschieben, um die Gesellschaft von ihrer sozialen Verantwortung zu entlasten.
Jeder ist seines Glückes Schmied.
Glaube nur an dich und deine Fähigkeiten, arbeite an deinen Talenten, dann wird alles gut.
Du kannst es schaffen, du kannst es zu etwas bringen, du musst nur wollen.
Wir kennen diese Sprüche, wenn wir in uns gehen und sie einer genauen Prüfung unterziehen, erkennen wir, wie hohl dieses Gefasel ist.
So ein Denken kann nicht von außen verordnet werden. Es braucht Zeit, um zu wachsen, und es braucht vor allem günstige Umstände, um sich entfalten zu können.

Warum erzähle ich euch das? Es ist nicht das Problem des reichen Kornbauern. Der ist nicht von der Gesellschaft marginalisiert. Ein Gutsbesitzer, der ökonomisch auf festem Boden steht, mit genügend Rücklagen. Der hätte die Möglichkeit einzugreifen, um mit seinem Reichtum Gutes zu bewirken, einmal für sich selbst, um sinnvoll und sinnlich zu leben. Aber auch für andere, indem er zum Beispiel Notleidende unterstützt. Aber er tut es nicht, aus diesem Grund wird er von Gott in die Verantwortung genommen. Es ist gut möglich, dass Gott ihm im Laufe des Lebens viele Zeichen hat zukommen lassen und versucht hat, ihn auf seine falsche Lebensweise hinzuweisen, doch er hat sie offensichtlich alle überhört. Möglicherweise war er einfach viel zu beschäftigt dafür, oder auch zu stur und uneinsichtig, dass er gar nicht mehr in der Lage war, auf eventuelle Hinweise dieser Art zu achten. Somit hat er sein Schicksal selbst herausgefordert.
Wer nicht hören will, muss fühlen.

Der Tod ist das letzte Zeichen, das Endgültige. Ein Leben lang konnte er davonlaufen und sich vor der Verantwortung drücken, dem Tod aber kann der Kornbauer nicht entgehen. Aus dem Leben genommen, weil unfähig zum Leben. Zu spät. Ach ja, hätte ich doch anders gehandelt, als ich noch die Möglichkeit hatte.

Um es nochmals zu betonen, dieses Gleichnis betrifft all jene, die könnten, es aber nicht tun.
Es betrifft nicht jene, die gerne etwas tun möchten, es aber aus den unterschiedlichsten Gründen nicht vermögen.
Wir brauchen kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn wir in einer bestimmten Situation nicht imstande sind zu helfen, auch wenn wir eigentlich möchten. Niemand verlangt von uns, dass wir unsere Bankkonten abräumen und unser ganzes Vermögen dem erstbesten Bettler in die Hand drücken, der zufällig des Weges kommt. Auch Jesus verlangt das nicht von uns.
Wenn Geistliche dieses Gleichnis in diese Richtung deuten, dann haben sie schlicht falsch gedeutet.

Auf die Einstellung zum Leben kommt es an. Und die Fähigkeit, Möglichkeiten dann zu sehen und zu nutzen, wenn sie geboten werden.
Den rechten Zeitpunkt für eine Veränderung entdecken. Wir können einer Entwicklung nicht vorgreifen.
Augen und Ohren offen halten, ein Gespür entwickeln für neue ungeahnte Herausforderungen.
Sich nicht zu früh festlegen auf eine bestimmte Lebensweise. Sich aus der Fremdbestimmung lösen und ein selbst bestimmtes Leben anstreben.
Lebe jeden Tag so, als sei er der letzte. Das heißt auch bereit sein, Abschied zu nehmen von festgefahrenen Strukturen.

Am letzten Wochenende hatten wir den Trans Pride Cologne, da ist mir das ganz deutlich vor Augen geführt worden, auf positive Art. Die sich langsam formierende Non-Binary-Bewegung ist das genaue Gegenteil des reichen Kornbauern. Die verstehen ihr Leben zu leben. Sie leben jetzt, in der Gegenwart, im Hier und Heute, verschieben ihr Outing nicht auf den Sankt-Nimmerleins-Tag. Keine falsche Rücksichtnahme, nach dem Motto, naja, erst mal abwarten, wie die Stimmung ist. Es könnte sich ja jemand durch mein Verhalten provoziert fühlen.
Eine solche Einstellung macht krank, richtig krank, an Leib und Seele.

Doch diese neue Bewegung trifft auf günstige Umstände. Die Menschen haben sich in den zurückliegenden 50 Jahren weiter entwickelt. Deshalb ist sie möglich.
Ich blicke auf mein Leben und kann nur betrübt den Kopf senken. Endlich, nach über 30 Jahren, habe ich etwas gefunden, mit dem ich mich identifizieren kann. Etwas, das meiner Natur am ehesten entspricht. Doch es ist zu spät. Meine weiß-grauen Haare passen nicht so recht zu einer Gruppe, die zu etwa 70 % aus Leuten besteht, die unter 30 sind. Sehr viele sogar unter 25.
Ich ertappe mich dabei, wie sehr ich sie beneide, für ihre Jugend, ihre Gesundheit, für das Leben, das vor ihnen liegt, und die damit verbundenen Möglichkeiten, von denen ich, als ich in diesem Alter war, nur träumen konnte.
Dann wünsche ich mir eine Zeitmaschine, um 30 oder besser noch 35 Jahre in die Vergangenheit zurückzureisen, um korrigierend einzugreifen in das Leben jener Person, die ich damals war.
Doch so etwas gibt es nicht. Und selbst wenn es das gäbe, würde es nicht viel nützen, denn die Umstände waren allesamt durch und durch negativ. Zur falschen Zeit am falschen Ort mit der falschen geschlechtlichen Zuordnung geboren? Dann ist der Weg in ein nicht gelebtes Leben vorprogrammiert. Es gab kaum eine Entscheidung, die ich hätte treffen können.
Das Schicksal der Zwangsvermännlichung hat mich wie in ein Korsett gezwängt und zuerst meine Seele, dann nach und nach meinen Körper zerstört.
Ich ließ es geschehen statt mich zur Wehr zu setzen. Ich ließ mich von anderen leben, anstatt das Leben selbst in die Hand zu nehmen.
Eigentlich begann ich erst nach meinem Umzug nach Köln zu leben. Viereinhalb Jahre ist das her. Da war ich bereits 49. Zu spät.
Ja, später, dann kann es zu spät für mich sein.

Nein, ich bin nicht der reiche Kornbauer – wenn ich die Welt verlasse und meine letzte große Reise antrete, werde ich kaum etwas hinterlassen. Da es keinen Erben gibt, kann mir das auch herzlich egal sein.
Ein wohlverdienter Ruhestand ist in meinem Falle auch so gut wie ausgeschlossen Stattdessen erwarten mich Altersarmut, Einsamkeit, Isolation.
Ich habe also gar keine andere Wahl, als im Jetzt zu leben. Heute, in diesem Augenblick, und ihn voll auszukosten. Schon im nächsten Moment kann es vorbei sein, und die Worte, die ich noch zu sagen hätte, bleiben unausgesprochen.
Das ist der Vorteil: Wer keine Zukunft mehr hat, dem bleibt nur noch die Gegenwart. Nur der nächste Wimpernschlag.
Und gerade weil ich keine Zukunftspläne mehr schmieden muss, bleibt die Offenheit für das Unvorhersehbare, für das vollkommen Neue. Für ein großes Mysterium, das sich womöglich noch in dieser Existenz verwirklicht.
Die Fähigkeit, alles was mich bindet, loszulassen. Wunschlos glücklich sein. Das ist ein gewaltiger Vorteil gegenüber jener auf Begrenzung setzenden Einstellung des reichen Kornbauern.
Schätze im Himmel sammeln, davon spricht Jesus. Auf das bauen, was uns in der Ewigkeit erwartet. Das hat natürlich nur dann einen Sinn, wenn wir an das ewige Leben glauben, an die unsterbliche Seele. Wer das nicht tut, für den wären auch die Schätze im Himmel wertlos.

Ich bitte mich nicht falsch zu verstehen. Ich möchte hier keineswegs einem weltflüchtigen Jenseitsglauben das Wort reden, für den das Leben ausschließlich eine Durchgangsstraße zur ewigen Seeligkeit bedeutet.

Beides mit einander in Einklang bringen. Voll und ganz im Hier und Jetzt beheimatet sein, geerdet, mit beiden Beinen auf dem Boden, aber trotzdem dem Blick nach vorn gerichtet, auf das, was da noch kommen möge eines Tages.
Nicht diesem Leben anhaften. Die Bereitschaft, alles, was mich bindet, jederzeit loszulassen. Eine Neugier auf das große Mysterium entwickeln.
Leider sind die großen Kirchen ebenso wie andere patriarchal ausgerichtete Religionen oftmals wenig hilfreich, wenn es darum geht, ein Gespür für die Ewigkeit zu finden.
Uns bleibt also kaum etwas anderes übrig als uns unseres eigenen Verstandes zu bedienen, wie es Immanuel Kant ausgedrückt hat. Unseres Verstandes, aber ebenso unserer Gefühle.

Warten wir nicht zu lange damit. Denken wir an das Lied aus den 70ern.

Später, dann kann es zu spät für mich sein!

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