[MCC Köln]

Menschen – Christus – Community

Grußwort von Bürgermeisterin
Elfi Scho-Antwerpes anlässlich des 20-jährigen Bestehens der MCC Gemeinde Köln

Liebe Mitglieder der MCC-Gemeinde in Köln,
liebe Gäste aus anderen MCC-Gemeinden,
sehr geehrte Damen und Herren,

zum 20-jährigen Bestehen der MCC-Gemeinde Köln gratuliere ich ganz herzlich.

Gerade in Zeiten, wo Glaube und Kirchen in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit eher an Bedeutung einbüßen, ist eine Gemeinde wie die MCC wichtig.

Hier können brennende Fragen in aller Offenheit auf den Tisch kommen.
Und das öffnet Räume auch für viele Menschen, die sich bei traditionellen Institutionen wenig oder gar nicht aufgehoben fühlen.

Auch deshalb ist die MCC so vielfältig wie Sie alle hier, die Anwesenden bei dieser Feier.

„Nichts soll uns mehr von Gott trennen – aber nichts soll auch die Gläubigen und Zweifelnden voneinander trennen.“
So lautet eine der Kernbotschaften der MCC!

Der Weg der Metropolitan Community Church umfasst seit ihrer Gründung in Los Angeles durch Reverend Troy Perry die ganze Spanne dessen, was LSBTI-Menschen in den vergangenen 40 Jahren an Erfahrungen gemacht haben – sowohl in Kirchen als auch in der säkularen Gesellschaft.

Der Bogen reicht zeitlich von 1968, als Troy Perry schon von der Trauung gleichgeschlechtlicher Paare träumte, bis heute, wo es seitdem in vielen Ländern große Fortschritte gegeben hat.

Die MCC feiert mittlerweile kirchlich und standesamtlich die Trauung homosexueller Paare in Kalifornien, England, Südafrika, Argentinien und Neuseeland.

Weitere positive Entwicklungen gibt es zum Beispiel in Afrika, Lateinamerika und Osteuropa.

Die MCC vereinigt inzwischen über 200 Gemeinden und Initiativen in fast 40 Ländern auf allen Kontinenten. Sie ist weltweit die größte Organisation von und für LGBT-Menschen, ohne jedoch auf diese Gruppe beschränkt zu sein.

Die MCC in Köln zeigt, wie ein anregendes und gleichberechtigtes Miteinander von Menschen unterschiedlicher sexueller Orientierungen und geschlechtlicher Identitäten aussehen kann.

In diesem Sinne ist die MCC typisch für Köln, und Köln typisch für die MCC.

In der MCC als Kirche zeigt sich diese Vielfalt auch an den unterschiedlichen Hintergründen, Theologien, Liturgien und Spiritualitäten ihrer Mitglieder und Gäste.

Hier werden nicht nur Antworten gegeben, sondern auch Fragen aufgeworfen.

Es muss nicht immer alles perfekt sein, sondern hier hat auch das Menschsein Platz im Raum Gottes.

Raum dafür gestaltet die MCC in Köln nicht nur im Gemeindezentrum, sondern auch mit dem Trödelcafe in Köln-Mülheim – einem der wenigen Orte im Rechtsrheinischen mit der Regenbogenflagge im Schaufenster.

Auch das Trödelcafé ist längst als Ort für die gesamte Nachbarschaft bekannt und beliebt.

Besonders erwähnen möchte noch das Jugendcafé „Kreuzwaise“ der MCC in Köln.

Gibt es in Deutschland und Europa überhaupt ein einziges anderes Jugendcafe eines kirchlichen Trägers, das explizit offen ist für LSBTI-Jugendliche?

Schön, dass es die MCC gibt – schön, dass es sie ausgerechnet auch in Köln gibt.

In einer Stadt, die nicht von ungefähr als heimliche Hauptstadt von Lesben und Schwulen in Deutschland gilt.

Keine Frage: Die MCC und Köln – das passt sehr gut zusammen!

In diesem Sinne nochmals herzlichen Glückwunsch zum 20-jährigen Bestehen und viel Freude bei der Jubiläumsfeier!

 

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