[MCC Köln]

Menschen – Christus – Community

Vergebung? Ja und Nein!

Predigt MCC Köln, 27. April 2014
Ines-Paul Baumann

Joh 20,19-23 „Die Beauftragung der Jünger“

Wie viel Unrecht, wie viel Leid, wie viel Verzweiflung und wie viel Gewalt haben Kirchen schon über Menschen gebracht, indem sie ihnen Sünden „zugesprochen“ haben statt Heil! Und das soll tatsächlich von Jesus beauftragt und legitimiert worden sein? Wie konnte er das nur sagen: „Welchen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten.“

Wissen wir nicht allzu gut, was Kirche aus diesem Satz gemacht hat? Der Ablasshandel des Mittelalters ist in mancher Tradition immer noch lebendig, mit der Kirche als der zentralen Institution und der Hoheit, Vergebung zuzusprechen, und, noch schlimmer: Vergebung zu verweigern. Was hat dies nicht schon angerichtet! Das ging ja weit über die Verweigerung von Vergebung hinaus. Es werden ja selbst da Sünden „zugesprochen“, wo gar keine sind: grundsätzlich allen Geschiedenen, den „Ungläubigen“ aus der „falschen“ Glaubensgemeinschaft, überhaupt allen Frauen (alles sündige Evas!), den Männern natürlich auch (alles erbsündenbehaftete Nachkommen Adams!), und denen, die weder Mann noch Frau sind oder sein wollen, erst recht.

Nun, als ich mich beim Lesen dieses Satzes so aufregte, habe ich ganz aus den Augen verloren, zu wem Jesus diesen Satz gesagt hatte. Er hat ihn nicht zu einer machtvollen Institution gesagt. Die Kirche, die ich gerade beschrieben habe, gab es damals noch gar nicht. Von Geistlichen, die in Macht und Pracht Vergebung verteilen und verweigern, ist in der Bibelstelle weit und breit nichts zu sehen. Im Gegenteil:

Da sitzen ein paar Menschen versammelt, die aus Furcht die Türen verschlossen hatten. Hier sitzen die Anhänger Jesu, völlig unfähig, irgendetwas zu denken oder zu tun. Alles scheint am Ende zu sein. Jesus wurde gekreuzigt. Der, dem sie gefolgt waren, dem sie ihr Vertrauen geschenkt hatten, den sie unterstützt hatten, den sie geliebt hatten – tot. Hingerichtet.

Diese Menschen wirken eher traumatisiert. Sie sehen keinen Sinn mehr. Sie sind gelähmt vor Angst. Sie haben keine Hoffnung mehr, keine Vision, keine Kraft.

Nach vorne schauen können sie nicht. Vielleicht blicken sie zurück. Vielleicht stellen sie dieselben Fragen, die sich Menschen auch heute stellen, nachdem sie körperliche und seelischer Gewalt miterlebt haben. Selbstzweifel machen sich breit. Das Vertrauen in sich selbst, in die eigenen Entscheidungen, in die eigenen Wahrnehmungen schwindet. Selbstvorwürfe nagen im Inneren.

Persönliche Beziehungen, berufliche Entscheidungen, Hoffnungen auf Ärztinnen oder Heiler: Immer wieder passiert es, dass Menschen am Schluss mit leeren Händen dastehen. Desillusioniert. Gebrochen. Verraten, vereinsamt, orientierungslos.

„Wie habe ich mich nur darauf einlassen können? Hätte ich nicht wissen müssen, dass es so enden muss? Warum habe ich das so lange mitgemacht? Warum bin ich da nicht rechtzeitig rausgegangen?“

Das ist eher die Gefühlslage der Jünger und Jüngerinnen hinter ihren verschlossenen Türen. Selbst die Trotzigsten unter ihnen haben den Mut verloren. „Hätten wir vielleicht doch machen sollen, was alle anderen von uns erwartet haben? Hätten wir uns vielleicht doch beugen und anpassen sollen? Ist der Preis nicht zu hoch?“

Wie viele Menschen sitzen auch heute hinter verschlossenen Türen und stellen sich diese Fragen. Manche haben vielleicht selbst noch gar keine schlechten Erfahrungen gemacht – allein die Angst davor reicht, um sie zu lähmen. Die sprichwörtlichen „Schranklesben“ gibt es ja nicht von ungefähr. Es gibt viele Gründe, warum Menschen im Schrank sitzen; viele Ängste vor denen „da draußen“: Vor deren Macht, sie auszugrenzen. Sie zu verhöhnen. Sie nicht zu respektieren. Sie nicht zu achten. „Was erwartet mich, wenn ich die Tür aufmache, hinter der ich Schutz und Sicherheit suche? Wo soll das enden?“

Wenn das Schutzbedürfnis und die Angst groß sind, bleiben auch in anderen Bereichen Türen verschlossen. Leider wird das auch oft ausgenutzt. Mit der Frage: „Wo soll das enden?“ werden ganze Debatten (nicht) geführt:
– Wenn wir unser Familienbild öffnen für Homosexuelle, wo soll das enden?
– Wenn wir die Geschlechtszuweisungen öffnen für mehr als zwei Geschlechter, wo soll das enden?
– Wenn wir den Raum für Sexualität öffnen für mehr als die Zweierbeziehung, wo soll das enden?

Auch das, was Jesus gelehrt und gelebt hat, halten viele nicht für machbar, weil sie Angst davor haben, wo das enden soll:
– Ist es wirklich sinnvoll, meine Feinde zu lieben? Wenn ich Gewalt nicht mit Gegengewalt beantworte: Werde ich dann nicht selbst zum Opfer?
– Wenn wir uns wirklich öffnen für diejenigen aus anderen Ländern – nicht die Gebildeten, die uns „nützen“, sondern die Verzweifelten, Armen, Drängenden: Nutzen sie uns dann nicht sofort aus?

Stimmungsmache funktioniert so leider sehr gut mit Ängsten.

Aktuelle Wahlplakate machen mit dem Begriff „Angstraum“ unverhohlen Propaganda, z.B: nach dem Motto: „Wenn wir unsere Stadt öffnen für Moscheen, wo soll das enden?“
Dass viele meinen, sich dabei auf „christliche Werte“ berufen zu können, ist um so ärgerlicher. Ihre Angstmacherei ist das Gegenteil von dem, wie Jesus mit dem Angstraum umgeht, in den sich die Jüngerinnen und Jünger eingeschlossen haben.

Wenn wir unseren Glauben, unser Herz und unser Leben wirklich öffnen würden für die radikalen Ideen Jesu – dann würde es genau nicht in Angstmacherei enden, im Gegenteil: Es würde darin enden, dass die Schuldzuweisungen und die Ausgrenzung ein Ende hätten.

Was macht Jesus also mit den Jüngerinnen und Jüngern, die sich in all ihren Ängsten sagen: „Bevor wir unsere Sicherheit aufgeben müssen, lassen wir die Türen besser zu.“?

Es beginnt damit, dass Jesus selbst da, wo wir Abgrenzung suchen, nicht zulässt, dass uns die Angst vor dem Leben da draußen abhält vom Leben.

So verschlossen unsere Tür auch sein mag: Jesus schafft es trotzdem, in diesen Raum einzutreten. Selbst da, wo wir niemanden mehr hineinlassen wollen in unseren Angstraum, lässt Jesus uns nicht allein.

Jesus weiß, wohinter wir uns verschlossen haben. Jesus weiß, wohinter wir uns verschanzen. Jesus weiß, wo er uns finden kann. Wo andere Menschen uns längst nicht mehr erreichen können, kann Jesus immer noch an unsere Seite treten. Keine Angst ist zu groß, als dass Jesus nicht trotzdem wüsste, wo er uns finden kann.

Ängste und die Schuldfragen

Und inmitten dieser verängstigten Gruppe sagt Jesus nun diesen Satz: „Welchen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten.“

Jesus hat durchaus allen Grund, das zu thematisieren. Die Jüngerinnen und Jünger haben Schreckliches hinter sich, und sehen nichts vor sich. Wenn die Vergangenheit zu schrecklich ist und die Zukunft verschlossen vor lauter Angst, sind Schuldfragen vielleicht das Einzige, was eine/n überhaupt noch beschäftigt.

Zum einen sind da die Schuldzuweisungen an die anderen:
„Die Römer sind schuld, sie haben unser Leben zerstört, denn sie haben Jesus hingerichtet!“ (Letzteres stimmt: Sie haben ihn hingerichtet.)
„Die Juden sind schuld daran, dass es uns jetzt so schlecht geht! Sie haben die Römer auf Jesus gehetzt!“ (Letzteres stimmt: Sie haben die Römer auf ihn gehetzt.)

„Meine Eltern sind schuld daran, dass es mir so schlecht geht! Sie haben mich schon als Kind nicht ernst genommen!“
„Meine Frau ist schuld daran, dass es mir so schlecht geht! Sie hat sich von mir getrennt!“

Und dazu kommen dann oft noch die Schuldzuweisungen an sich selbst, wir haben sie eben schon gehört: „Hätte ich doch nur alles anders gemacht! Hätte ich doch nur rechtzeitig dies oder früher mal das, dann…. dann… dann…„

Es würde mich auch nicht wundern, wenn die Jünger und Jüngerinnen aber auch sauer waren auf Jesus selbst. Immerhin ist er es, von dem sie sich im Stich gelassen finden. Was hatte er nicht alles versprochen und verheißen! Und nun ist Jesus weg, und ihre eigene Situation ist schlimmer als je zuvor. Wie viele Menschen fühlen sich auch heutzutage im Stich gelassen von Gott? Sie sind sauer auf Gott. Sie finden, dass Gott sich schuldig gemacht hat.

Überall Schuld:
– „Die anderen sind schuld.“
– „Ich bin selber schuld.“
– „Gott ist schuld.“

Und vor diesem Hintergrund klingt der Satz Jesu schon ganz anders. „Welchen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten.“

1.

Aus unseren Lebenserfahrungen könnten wir sagen: Damit hat Jesus schlicht und einfach recht. Ist das nicht häufig zu beobachten?:
– Wo keine Vergebung stattfindet, bleibt die Schuld mächtig.
– Und Vergebung kann nur von der Seite aus geschehen, der das Unrecht angetan wurde.

Wer das Unrecht begangen hat, hat nicht die Macht, Vergebung zuzusprechen.
Nur diejenigen, denen Unrecht getan wurde, haben diese Macht.

Wenn meine Mutter mir Unrecht getan hat, kann nicht sie die Vergebung gewähren – das kann nur ich.
Wenn ich jemandem Unrecht getan habe, komme ich da alleine nicht mehr raus.

Ich habe mal einen Film gesehen von zwei mittlerweile erwachsenen Töchtern, deren Eltern zur Zeit des zweiten Weltkriegs auf zwei verschiedenen Seiten standen: Die Mutter der einen war Aufseherin in einem Konzentrationslager der Nazis, die Mutter der anderen war in diesem Konzentrationslager inhaftiert. Und nun ratet mal, wem es schlechter ging: Die Tochter von der Aufseherin hatte viel mehr mit all der Schuld zu kämpfen, die in ihrer Familie lag, als die Tochter der Inhaftierten. Die Inhaftierte hatte zwar mehr Leid erlebt, ohne Frage, ihr war das Unrecht widerfahren – aber die Schuld und die Fragen nach dem Umgang damit, das lag auf den Schultern der anderen Tochter.
Solange die Schuld nicht vergeben ist, gehen auch die Konsequenzen der Schuld nicht weg.

Was Jesus den Jüngerinnen und Jüngern hier mitgegeben hat, ist nicht eine weitere Machtbefugnis für eh schon Mächtige. Es ist die Macht der Ohnmächtigen, an die Jesus hier erinnert.

„Denkt dran“, sagt er quasi: „Wenn ihr nicht vergebt und loslasst, ist kein Neuanfang möglich. Es liegt in eurer Hand. Nicht in der Hand der Römer und der Pharisäer. Nicht in der Hand der mächtigen politischen und religiösen Unterdrückenden. Wenn ihr ihnen ihre Schuld erlasst, ist sie erlassen, Punkt: Die Schuld, die sie euch angetan haben, wird euch nicht mehr binden. Wenn ihr ihnen aber ihre Schuld behaltet, wird die Schuld behalten bleiben. Sowohl für eure Schuldiger als auch für euch wird sie lebendig, machtvoll und wirksam bleiben.Niemand anders kann das für euch erledigen. Nur ihr könnt das tun. Welchen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten.“

„Das gilt auch für die Vorwürfe, die du dir selber machst. Wenn du dir deine Schuld erlässt, ist sie erlassen. Sie wird keine Macht mehr haben und dich nicht mehr bestimmen. Aber wenn du dir deine Schuld behälst, wird sie dir behalten bleiben. Du kannst auf niemanden anderen warten. Niemand anders kann das für dich erledigen. Nur du kannst das tun.“

Wohlgemerkt: Jesus lässt es offen, wann wir Vergebung gewähren oder verweigern. Wir sind nicht aufgefordert, automatisch und immer und überall zu vergeben. Es gibt Situationen, da kann es wichtiger sein, die Vergebung zu verweigern. Wenn die Schuld erst mal noch bleiben muss, können wir die Schuld aufrecht erhalten: Anderen gegenüber. Uns selbst gegenüber. Und Gott gegenüber. Solange wir die Schuld zum (Über-)leben brauchen, darf sie da sein.

2.

Jesus tut hier aber noch mehr, als uns an ein Lebensprinzip zu erinnern. Dieses Prinzip hat ja eine Kehrseite:

Vielleicht habe ich mich schuldig gemacht an jemandem, und diese Person kann mir noch nicht vergeben. Für sie ist es wichtig, die Schuld aufrecht zu erhalten. Eigentlich müsste mich das binden. Wie soll ich Vergebung erfahren, wenn diese Person mir nicht vergeben kann?
Das kann auch mir selbst gegenüber passieren: Wie soll ich Vergebung erfahren, wenn ich mir selbst nicht vergeben kann?

Hier kommt Gott ins Spiel. Es entspricht nicht Gottes Willen, dass ich anderen oder mir Liebe schuldig bleibe, keine Wertschätzung an den Tag lege, unachtsam bin. Gott hat sie und mich erschaffen, und was auch immer wir daraus gemacht haben: Wir sollen uns und unsere Nächsten und unsere Feinde und Gott lieben. (Nicht als romantisch-verliebte Gefühlsexplosion; was natürlich auch immer mal vorkommen kann, aber eben nur bedingt eine tragfähige Basis ist für eine dauerhafte Beziehung. Sondern Liebe im Sinne von Wertschätzung und einer Entscheidung für das Miteinander.) Wo ich anderen oder mir selbst das schuldig geblieben bin, habe ich mich immer auch an Gott versündigt.

Wenn nun die andere Person (und ich selbst) mir vergeben kann, ist alles paletti, auch in den Augen Gottes. Aber wenn das nicht passieren kann, also wenn das Aufrechterhalten der Schuld noch für irgendetwas wichtig ist, dann ermöglicht Gott beides: Da, wo die Schuld bleiben muss, kann sie bleiben. Und trotzdem muss sie mich nicht mehr binden. Gott kann mir Vergebung gewähren und mich lossprechen, auch da, wo das unter uns noch nicht möglich ist. Es passiert also zweierlei:
– Ich kann frei werden; die Konsequenzen meines Tuns müssen mich nicht auf ewig festlegen. Ich bin nicht auf ewig gebunden. Die Kette dessen, was mein Tun losgetreten hat, kann unterbunden werden.
– Und trotzdem kann die Schuld dort, wo sie zum Weiterleben noch wichtig ist, aufrecht erhalten bleiben. Wir müssen niemandem die Möglichkeit entreißen, Unrecht beim Namen zu nennen. An mahnenden Beispielen festzuhalten. Vergehen nicht unter den Teppich zu kehren.

Genau das ermöglicht die Vergebung, die Gott uns in Jesus zuspricht. Wir müssen die Augen nicht verschließen vor der Schuld, wir müssen aber auch nicht auf ewig die Türen verschließen und in den Angsträumen gefangen bleiben.

Es geht beides:
– Das durch die Schuld verursachte Unrecht kann wahrnehmbar bleiben, solange das für die Betroffenen aus irgendeinem Grund wichtig ist.
– Und trotzdem kann ich als Verursacherin der Schuld einen neuen Anfang machen.

Gott hat die Vollmacht zur Vergebung von Sünden, ohne dass dem Unrecht erneut Unrecht widerfährt.

3.

Jesus tut also mehr, als nur an ein Lebensprinzip zu erinnern; er tut aber auch mehr, als nur an die Möglichkeiten Gottes zu erinnern. Sondern nun gibt Jesus seinen Nachfolgern und Nachfolgerinnen den Auftrag, selbst tätig zu werden.

Der Auftrag Jesu hat direkt mit dem Grund ihrer Angst zu tun:
Das, was sie sich zur Aufgabe gemacht hatten, schien gescheitert.
Aber genau diese Aufgabe wird nun von Gott bestätigt – und soll durch sie selbst weitergeführt werden.

Durch das Jesu Eintreten wandelt sich der Angstraum in einen Raum der Verheißungen und Möglichkeiten Gottes. Statt mit Heidenangst erfüllt Jesus sie mit dem Heiligen Geist.

„Hey, du warst auf dem richtigen Weg! Was du gewollt und angefangen hast, war alles richtig! Schau neu hin! Lass dir von der Schuld nicht mehr den Blick verstellen! Hör auf damit, anderen oder dir oder Gott Schuldzuweisungen zu machen. Der ganze Mist, der passiert ist, bedeutet nicht, dass alles falsch war! Im Gegenteil: Hier stehe ich, Jesus selbst, und gebe euch den Auftrag und die Vollmacht, das angefangene Werk nun selbst weiterzuführen.
Ich sende euch.
Empfangt Heiligen Geist.
Welchen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten.
Friede sei mit euch.“

Das, was die Menschen bisher nur erfahren haben, wenn sie Jesus begegnet sind, sollen Menschen nun erfahren, wenn sie seinen Nachfolgerinnen und Nachfolgern begegnen:

  • Unrecht wird offen angesprochen,
  • und es gibt das Angebot zur Umkehr, zu einem neuen Anfang, zu einem neuen Leben. (Ohne dass dafür unter den Menschen bereits Frieden eingekehrt sein muss. Aber da, wo das passiert, wird Friede einkehren.)

Genau wie Jesus sind wir durch den Heiligen Geist dazu in der Lage, Unrecht wahrzunehmen und zu benennen.
Und genau wie Jesus sind wir durch den Heiligen Geist dazu in der Lage, Vergebung anzubieten und zuzusprechen.

Da, wo vorher Schuldfragen zu verschlossenen Türen geführt haben, sendet uns Jesus also, um neue Gemeinschaften zu gestalten:
– neue Gemeinschaft mit Gott,
– neue Gemeinschaft mit einander,
– und neue Gemeinschaft mit uns selbst.

Falls du also selber gerade in welchem Angstraum sitzt oder aus einem herkommst: Dein persönlicher Auftrag könnte genau mit dem verbunden sein, was die Ängste für dich hervorgerufen hat(te). Andere sitzen damit auch hinter verschlossenen Türen, heute und jetzt. Jesus sendet dich. Empfange Heiligen Geist. Friede sei mit dir!

 

 

Anmerkung zu “Vergebung? Ja und Nein!

  • Udo sagt:

    Interessant, dass du die Institutionen immer wieder benennst. Gut das die Menschen damals, wie heute auch – vielleicht unter dem Druck was weniger – aber dennoch freidenkende und -handelnde Menschen waren.

    Man bedenke, auch heute noch lassen sich Menschen instrumentalisieren durch Institutionen, andere Menschen, die Umwelt oder einfach weil Sie sich zu etwas anderem wichtigerem berufen fühlen.

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