[MCC Köln]

Menschen – Christus – Community

Aschenkreuz mit Glitzer


Buße, Reue, Ruf zur Umkehr: Selbsterkenntnis führt uns auch heute oft vor Augen, was wir vor uns und anderen oft lieber verbergen. Was wir lieber nicht gesagt, gedacht noder getan hätten. Wo das Internet gnadenlos nie vergisst, haben wir es aber im christlichen Glauben mit einem Gott zu tun, wo Neuanfänge möglich sind. Die Fastenzeit hat ein Ende – ein gutes Ende. Wir werden vereint sein mit Gott.

Gott vereint und versöhnt aber nicht nur die Teile von uns, wo wir anderen und uns selbst Liebe schuldig geblieben sind. Gott sieht auch all die wunderbaren Anteile in uns. Was uns gelingt. Wo wir leuchtende Beispiele sind. Strahlend vor Glück. Wo Hoffnung und Lebensfreude durchschimmern. Wo Lebenslust aufscheint.

Asche trägt ebenfalls beides in sich: Asche ist entstanden, weil manches ein Ende genommen hat. Aber in der Asche enthalten sind auch wertvolle Mineralstoffe. Der Phoenix entsteigt nicht zufällig der Asche.

In früheren Zeiten war das Aschenkreuz auf der Stirn auch ein Zeichen von Solidarität: Als nur wenige Sünder von der Kirche damit gezeichnet wurden, haben sich andere aus Solidarität ebenfalls mit diesem Zeichen gezeigt. (Erst später wurde das Aschenkreuz zu einem Zeichen für alle Gläubigen.) Dieser Akt der Solidarität vereitelte alle Versuche, die „Sünder“ aussortieren zu können – vielleicht war diejenige mit dem Aschenkreuz auf der Stirn ja eine, die wie Jesus den Sündern zur Seite gesprungen war?

Vergangenes UND Neuanfänge.
Vergängliches UND Lebenslust.
Erfahrungen von Ausgrenzung UND Solidarität.
Mit einem Kreuz aus Asche UND Glitzer halten wir auch heute unsere Körper sichtbar der Liebe Gottes hin – in einem Akt der Selbsterkenntnis mit ALL unseren Seiten. Als Bekennntnis zu Gott, zu uns selbst und zum Miteinander.

Weitere Infos und Gedanken dazu sowie zur Fastenzeit 2017:

Aschenkreuz mit Glitzer in der MCC Köln:

Sonntag 5. März 2017
12:00 Uhr
Ort: Gemeindezentrum, Gremberger Straße 65, 51105 Köln

Auch wer kein Aschenkreuz erhalten möchte, ist beim Gottesdienst herzlich willkommen.